Tacker- oder Noppensystem vor dem Estrich – oder Fräsen in den fertigen Estrich, wenn der Bauablauf es verlangt: mit Druckprobe und allen Protokollen für Estrichleger und Bodenleger.
Weg 1 – vor dem Estrich: Wir verlegen Systemplatte, Randdämmstreifen und Heizrohr als Tacker- oder Noppensystem, setzen den Verteiler und prüfen alle Heizkreise unter Druck. Danach gießt Ihr Estrichleger den Heizestrich über die Rohre – der klassische Weg, wenn der Bauablauf es zulässt.
Weg 2 – nach dem Estrich: Der Estrichleger gießt seinen Estrich wie gewohnt, und wir fräsen die Heizkanäle später in die fertige Fläche. Das entkoppelt die Gewerke, spart Aufbauhöhe und ist der einzige Weg ohne Rückbau, wenn der Estrich schon liegt. In beiden Fällen: Den Estrich gießen wir nicht selbst – wir planen, verlegen, prüfen und dokumentieren die Heizung.
Beide Wege führen zur selben Fußbodenheizung. Der Unterschied liegt im Bauablauf, in der Aufbauhöhe und darin, wo das Rohr im Estrich liegt.
Der klassische Neubau-Weg: Das Rohr liegt auf der Systemplatte, der Heizestrich umschließt es vollständig. Träge, speicherfähig, seit Jahrzehnten bewährt.
Der Estrichleger arbeitet ohne Rücksicht auf Rohre, Trockenbau und Maler können folgen – und wir fräsen die Heizung ein, wenn es in den Ablauf passt. Das Rohr liegt oben, der Boden reagiert schnell.
Zwei Klicks – wir sagen Ihnen, welcher Weg zu Ihrem Bauablauf passt und was wir für das Angebot brauchen.
Nasssystem vor dem Estrich oder gefräst danach: Schalten Sie um und tippen Sie auf eine Schicht.
Tippen Sie auf einen Punkt oder eine Schicht, um mehr zu erfahren.
Fliesen, Vinyl, Laminat oder Parkett – alles, was der Hersteller für Fußbodenheizung freigibt (Wärmedurchlasswiderstand bis 0,15 m²K/W). Fliesen und Vinyl geben die Wärme am besten weiter; verklebtes Parkett ist besser als schwimmend verlegtes.
Bodenleger · mit unserem AufheizprotokollGießt Ihr Estrichleger über die Rohre: mindestens 45 mm Rohrüberdeckung bei Zementestrich, 40 mm bei Calciumsulfat-Fließestrich (DIN 18560-2). Speichert viel Wärme, reagiert entsprechend langsamer. Funktionsheizen nach 21 bzw. 7 Tagen.
EstrichlegerTacker- oder Noppenplatte mit Randdämmstreifen, darauf das Heizrohr raumweise. Druckprobe mit 2–4 bar vor dem Estrich – der Druck bleibt während des Einbaus. Aufbau mit Estrich insgesamt rund 70–100 mm.
FräswärmeNach DIN EN 1264-4: Wärmeleitwiderstand ≥ 0,75 m²K/W über beheizten Räumen, ≥ 1,25 über unbeheizten Räumen und Erdreich. Wird nach Planung eingebaut – meist durch den Estrichleger.
nach PlanungDie tragende Betondecke – darauf liegen Dämmung und Estrich.
bleibt, wie sie istTippen Sie auf einen Punkt oder eine Schicht, um mehr zu erfahren.
Fliesen, Vinyl, Laminat oder Parkett – alles, was der Hersteller für Fußbodenheizung freigibt (Wärmedurchlasswiderstand bis 0,15 m²K/W). Fliesen und Vinyl geben die Wärme am besten weiter; verklebtes Parkett ist besser als schwimmend verlegtes.
Bodenleger · mit unserem AufheizprotokollAuf Wunsch füllen wir nach der Druckprobe die Kanäle mit Ausgleichsmasse bündig und gleichen die Fläche aus – das trägt ca. 3–5 mm auf. Nach 24–48 Stunden begehbar, belegreif nach Herstellerangabe. Das machen wir selbst, der Bodenleger bekommt eine ebene Fläche.
FräswärmeDer Estrichleger gießt den Estrich so dick wie ohne Heizung geplant. Ist er ausgehärtet, fräsen wir die Kanäle – das Rohr liegt knapp unter der Oberfläche und reagiert schnell. Kein Termin vor dem Estrich nötig.
Estrichleger + FräswärmeNach DIN EN 1264-4: Wärmeleitwiderstand ≥ 0,75 m²K/W über beheizten Räumen, ≥ 1,25 über unbeheizten Räumen und Erdreich. Wird nach Planung eingebaut – meist durch den Estrichleger.
nach PlanungDie tragende Betondecke – darauf liegen Dämmung und Estrich.
bleibt, wie sie istGleiche Heizleistung, anderer Weg zur Fixierung. Was für Ihr Haus besser ist, entscheiden Grundriss, Randzonen und Bauzeit.
| Kriterium | Tackersystem | Noppensystem |
|---|---|---|
| Fixierung | Tackernadeln halten das Rohr in der Dämmplatte – freie Führung | Noppen halten das Rohr im festen Raster, meist 5 cm |
| Verlegeabstand | Frei wählbar – Randzonen und enge Bögen ohne Kompromiss | In Rasterschritten (5 / 10 / 15 / 20 cm), Raster passend zum Rohr |
| Grundriss | Ideal bei verwinkelten Räumen, Erkern, Dachschrägen | Ideal bei großen, rechtwinkligen Flächen |
| Montage | Zwei Personen, sehr flexibel | Eine Person, werkzeuglos, schnell |
| Aufbau | Systemplatte ca. 30 mm plus Rohr plus Überdeckung | Noppenplatte etwas höher – die Noppen tragen auf |
| Unsere Empfehlung | Standard für Einfamilienhäuser mit individuellem Grundriss | Bei Reihen- und Mehrfamilienhäusern mit wiederkehrenden Grundrissen |
In beiden Fällen: sauerstoffdichtes Mehrschicht-Heizrohr in einem Stück je Heizkreis, Heizkreise raumweise nach Heizlast, Verteiler mit Schrank je Etage, Druckprobe vor dem Estrich.
Der Ablauf beim Nasssystem. Beim Fräsen tauschen Estrich und Heizung die Plätze – wir kommen, wenn der Estrich ausgehärtet ist.
Grundriss, Heizlast, Wärmeerzeuger – daraus Verlegeabstand, Heizkreise, Verteilerplätze. Festpreis schriftlich.
Fenster, Außentüren und Innenputz fertig, Dämmung bauseits verlegt, mindestens 5 °C im Haus.
Systemplatte, Randdämmstreifen, Heizrohr raumweise, Verteiler je Etage.
2–4 bar, Protokoll – der Druck bleibt bis nach dem Estricheinbau.
Zement- oder Fließestrich mit ≥ 45 / 40 mm Rohrüberdeckung nach DIN 18560-2.
Zementestrich 21 Tage, Calciumsulfatestrich 7 Tage – erst dann darf geheizt werden.
Nach unserem Aufheizprotokoll (DIN EN 1264-4). Belegreifheizen auf Wunsch als Zusatzleistung.
Restfeuchte durch Estrich-/Bodenleger geprüft, dann Belag – mit unseren Protokollen.
Mit diesen Unterlagen erstellen wir den Festpreis – innerhalb von 24 Stunden nach Eingang.
Die Fußbodenheizung berührt vier Gewerke. So verteilen sich die Aufgaben – und was wir jedem an Unterlagen übergeben.
| Aufgabe | Heizungsbauer | Fräswärme | Estrichleger | Bodenleger |
|---|---|---|---|---|
| Wärmeerzeuger, Anschluss, hydraulischer Abgleich | – | – | – | |
| Wärme- und Trittschalldämmung unter dem System | – | nach Planung | – | |
| Systemplatte, Randdämmstreifen, Heizrohr | – | – | – | |
| Heizkreisverteiler und Verteilerschrank | – | – | – | |
| Druckprobe mit Protokoll | – | – | – | |
| Estrich (Heizestrich oder Estrich zum Fräsen) | – | – | – | |
| Fräsen, Ausgleichen auf Wunsch (Weg 2) | – | – | – | |
| Raumthermostate und Regelung | – | – | – | |
| Funktionsheizen nach Aufheizprotokoll | führt durch | Protokoll | – | – |
| CM-Messung, Belegreife | – | – | gemeinsam | gemeinsam |
| Bodenbelag | – | – | – |
Wir liefern an alle Beteiligten: Prüfprotokoll der Druckprobe, Aufheizprotokoll. Wärmeerzeuger, Estrich und Belag bieten wir nicht an – wir stimmen uns aber mit den ausführenden Betrieben ab.
Die Eckwerte, nach denen wir planen – verbindlich wird es mit Ihrem Grundriss.
| Vorlauftemperatur | 30–35 °C für Wärmepumpen, bis 45 °C bei Kesselbetrieb – Auslegung nach Heizlast je Raum |
|---|---|
| Verlegeabstand | 10 / 15 cm nach Heizlast; Bad und Randzonen 10 cm |
| Heizkreise | raumweise, max. ca. 100 m Rohr je Kreis inkl. Anbindung – raumweise Regelung nach § 63 GModG (Ausnahme: Räume unter 6 m²) |
| Heizrohr | sauerstoffdichtes Mehrschicht-Heizrohr, 14–17 mm, in einem Stück je Heizkreis |
| Oberflächentemperatur | max. 29 °C im Aufenthaltsbereich, 33 °C im Bad, 35 °C in Randzonen (DIN EN 1264) |
| Dämmung unter dem System | Wärmeleitwiderstand nach DIN EN 1264-4: ≥ 0,75 m²K/W über beheizten Räumen, ≥ 1,25 über unbeheizten Räumen und Erdreich, ≥ 2,0 gegen Außenluft – bauseits nach Planung |
| Rohrüberdeckung (Nasssystem) | ≥ 45 mm bei Zementestrich CT-F4, ≥ 40 mm bei Calciumsulfat-Fließestrich CAF-F4 (DIN 18560-2) |
| Estrich zum Fräsen (Weg 2) | Zement- oder Anhydritestrich ≥ 40 mm, ausgehärtet und begehbar; Fräskanal ca. 16–18 mm |
| Dichtheitsprüfung | 2–4 bar, Druck bleibt während des Estricheinbaus erhalten – Protokoll an Estrichleger und Bauherr |
| Aufheizen | Funktionsheizen frühestens nach 21 Tagen (CT) / 7 Tagen (CA) nach Aufheizprotokoll; Belegreifheizen als besondere Leistung |
| Dokumentation | Prüfprotokoll, Aufheizprotokoll – für Bauakte, Bodenleger, Versicherung |
Normbezug: DIN EN 1264 (Teile 2–4), DIN 18560-2 (Heizestrich), § 63 GModG (raumweise Regelung). Dämmstärken und Estrichart legt der Planer fest; wir stimmen die Systemhöhe darauf ab.
Für Mehrfamilienhäuser, Reihenhauszeilen und Quartiere planen wir nach Ihrem Bauzeitenplan – mit einheitlicher Dokumentation je Wohneinheit, festen Terminen vor dem Estrich und abgestimmten Schnittstellen zu Estrichleger und Heizungsbauer.
Projekt besprechenWir takten uns zwischen Innenputz und Estrich ein – Etage für Etage, ohne Stillstand für die Folgegewerke.
Druckprobenprotokoll und Aufheizprotokoll pro Wohnung – fertig für Bauakte und Übergabe an die Käufer.
Feste Konditionen und Ansprechpartner über alle Bauabschnitte – mit Fräsen als Reserve, wenn der Ablauf kippt.
Jeder Belag bremst die Wärme ein wenig. Wählen Sie Ihren Wunschbelag – der Balken zeigt, wie viel Spielraum bis zur Grenze von 0,15 m²K/W bleibt.
Keramische Fliese: Beste Wahl: Keramik leitet Wärme sehr gut, die Fläche reagiert schnell.
Naturstein / Betonwerkstein: Ebenfalls hervorragend – Stein speichert und gibt Wärme gleichmäßig ab.
Vinyl verklebt: Sehr gut geeignet, wenn der Hersteller es für Fußbodenheizung freigibt.
Klick-Vinyl mit Trittschall: Gut – auf eine für Fußbodenheizung geeignete, dünne Unterlage achten.
Laminat mit Trittschall: Geeignet mit freigegebener Trittschalldämmung; reagiert etwas träger.
Parkett verklebt: Gut geeignet – vollflächig verklebt leitet Parkett die Wärme deutlich besser als schwimmend.
Parkett schwimmend: Geeignet – 0,13 m²K/W, unter der Grenze von 0,15.
Teppichboden: Nur mit ausdrücklichem Fußbodenheizungs-Symbol; dicker Flor liegt über der Grenze.
| Belag | Dicke | R in m²K/W | Für Fußbodenheizung |
|---|---|---|---|
| Keramische Fliese | ca. 10–13 mm inkl. Kleber | 0,012 | geeignet |
| Naturstein / Betonwerkstein | ca. 12–20 mm | 0,01 | geeignet |
| Vinyl verklebt | ca. 2–5 mm | 0,02 | geeignet |
| Klick-Vinyl mit Trittschall | ca. 5–7 mm | 0,06 | geeignet |
| Laminat mit Trittschall | ca. 8–10 mm | 0,075 | geeignet |
| Parkett verklebt | ca. 10–14 mm | 0,09 | geeignet |
| Parkett schwimmend | ca. 12–15 mm + Unterlage | 0,13 | geeignet |
| Teppichboden | je nach Flor | 0,15 | bedingt geeignet |
Richtwerte nach Hersteller- und Fachangaben; maßgeblich ist der Wert auf dem Produktdatenblatt. Grenzwert für Bodenbeläge auf Fußbodenheizung: Rλ,B ≤ 0,15 m²K/W (DIN EN 1264). Je kleiner der Wert, desto niedriger kann die Vorlauftemperatur sein – gut für Wärmepumpe und Heizkosten.
Aufbauhöhe, Estrichdicke, Aufheizen, Thermostate, Förderung – kurz beantwortet.
Alle Wege im Bestand: Fußbodenheizung nachrüsten – Verfahren, Kosten, Förderung
Nachrüsten im bewohnten Haus: Heizkanäle in den vorhandenen Estrich – Aufbau: Spachteln ca. 1 mm, Ausgleichen ca. 3–5 mm (auf Wunsch), 1–3 Tage.
Zur LeistungFliesen und Naturstein bleiben liegen – wir fräsen direkt hinein.
Zur LeistungBAFA 15 %, § 35c oder § 35a EStG – für die Nachrüstung in Bestandsgebäuden. Im Neubau läuft die Förderung über das Gebäude.
Zum Förder-CheckNasssystem oder Fräsen · Abstimmung mit Estrichleger und Heizungsbauer · Angebot in 24 Stunden